FIRMENGESCHICHTE

FAMILIE DER LANDWIRTE UND INGENIEURE

Die Familie Claydon bearbeitet seit Anfang des 20. Jahrhunderts die schweren Lehmböden von Suffolk im Osten Englands.   Jeffrey und Frank Claydon sind seit 1970 Landwirte und bewirtschaften das Land des Familienbetriebs unter dem Namen E.T. Claydon and Sons in dritter Generation.

Jeff Claydon bei der Ernte auf dem 350 Hektar großen Familienbetrieb.

Das erste Claydon-Produkt war das 1980 von Jeff erfundene Claydon Yield-o-Meter. Zu seiner Vermarktung wurde 1981 die Firma Claydon Yield-o-Meter Limited gegründet.  Jeff Claydon hatte die Vision, ein Ertragsmessgerät für Getreide zu entwickeln, das an jedem Mähdrescher angebracht werden kann und im Gegensatz zur traditionellen Methode mit Brückenwaage genaue Messwerte über die vom Mähdrescher geernteten Mengen liefert.

Es sollte das erste Ertragsmessgerät werden, das jemals an einem Mähdrescher angebracht wurde.

Jeff Claydon, Landwirt und CEO

Jeff Claydon, CEO

Mit dem Ertragsmonitor konnte der Landwirt Daten analysieren, die er zuvor erraten musste.  Dies half dem Betrieb, die Ertragsstarken Typen und Sorten zu bestimmen. Der Landwirt konnte genau sehen, wie viel Getreide er innerhalb eines bestimmten Zeitraums – Minute, Stunde, Tag, Monat und Jahr – geerntet hatte. Das Yield-o-Meter war so erfolgreich, dass des 1995 mit einer Silbermedaille der Royal Agricultural Society of England ausgezeichnet wurde.   Es wurde in zahlreiche Mähdrescher (hauptsächlich der Marke CLAAS) in Großbritannien und Europa eingebaut.

1995 brachte Claydon Yield-o-Meter Ltd den Kerner-Schollencracker auf den britischen Markt. Dieses Gerät wurde an Hunderten Pflügen in ganz Großbritannien angebracht. Es schnitt durch die frisch gewendeten Schollen bis zu 6 Zoll tief in 2 Zoll breite Streifen, so dass die Witterung im Boden die Scholle schneller brechen konnte.

Yield-o-Meter an einem CLAAS-Mähdrescher von 1981

Im Jahr 2003 brachte Jeff die erste Claydon-Direktsaatmaschine auf den Markt – die V-Drill.  Die Drillmaschine wurde aus der Not heraus erfunden.  Die Weizenpreise waren auf einen Tiefstand gesunken und die Kosten für Betriebsmittel und das Pflügen auf dem Familienbetrieb stiegen immer weiter an. Die Landwirtschaft wurde unrentabel.  Die V-Drillmaschine senkte die Kosten und den Zeitaufwand für den Pflanzenbau im Betrieb drastisch.

Auf die V-Drillmaschine folgte die Claydon SR und zuletzt die Hybrid-Drillmaschine.   Im Lauf der Jahre wurde das Drillmaschinen-Programm durch neu entwickelte Maschinen und Walzen für das Stoppelmanagement ergänzt, um Komplettlösungen für den Pflanzenbau anbieten zu können.

Frank Claydon bei der Herbstsaat mit der Hybrid T6c

Alle Claydon-Maschinen werden in einem funktionierenden landwirtschaftlichen Betrieb von Landwirten für Landwirte entwickelt. Sie werden unter realen landwirtschaftlichen Bedingungen getestet, bevor sie auf den Markt kommen.

Auf der Claydon Farm wurde seit 2002 nicht mehr gepflügt. Frank Claydon bearbeitet in einer Direktsaatsaison im Herbst rund 400 Hektar mit einer einzigen 6-m-Claydon-Drillmaschine und einem einzigen Schlepper.  Er drillt noch weitere 1.250 Hektar als Auftragsunternehmer.

Seit 2003 hat sich Claydon zum europäischen Marktführer für Strip-Till entwickelt.  Die Drillmaschinen, Strohstriegel und Zwischenreihenhacken des Unternehmens sind heute in über 30 Ländern der Welt im Einsatz, werden von einem Netzwerk von Importeuren und Händlern unterstützt und am Hauptsitz von Claydon in Suffolk hergestellt.

Verladehof an der Produktionsstätte

Hauptauslieferungslager am Montagegebäude